Keine Gottesdienstverbote an Ostern!

Update 25.03.2021: In Gesprächen mit der Regierung sind die Bischöfe standhaft geblieben und haben auf das Recht der Gläubigen bestanden, an Ostern Gottesdienste besuchen zu dürfen. Nun hat die deutsche Bundesregierung ihre unverschämte „Bitte“ an die Religionsgemeinschaften, Gottesdienste an Ostern nur virtuell durchzuführen, zurückgezogen. Dies geht aus einer vom Bundespresseamt verschickten Neufassung der jüngsten Regierungsbeschlüsse hervor. Darin ist die komplette Passage zur umstrittenen Osterruhe, einschließlich der Forderung nach Gottesdienstverboten, nicht mehr enthalten.

Tags zuvor schon hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach massivem öffentlichem Protest die beiden ursprünglich für Gründonnerstag und Karsamstag geplanten, zusätzlichen „Ruhetage“ zurückgenommen und öffentlich um „Entschuldigung“ dafür gebeten. Auf die geforderten Gottesdienstverbote ging sie dabei nicht ein.


Update 24.03.2021: Die Bischöfe der Diözesen Eisenstadt, St. Pölten und Wien haben mit Blick auf die Karwoche und die beginnende Osterzeit verfügt, dass die öffentlichen Gottesdienste stattfinden dürfen, wenn auch nur unter strengsten Hygienemaßnahmen. Sie widersetzen sich damit einer Forderung nach Gottesdienstverboten durch den österreichischen Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und die Landeshauptmänner der östlichen Bundesländer Österreichs.


Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. Bereits im vergangenen Jahr 2020 wurden Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Vorwand der Corona-Pandemie daran gehindert, an diesem für sie wichtigsten Fest Gottesdienste zu besuchen und ihren Glauben frei auszuüben. Auch Weihnachten musste 2020 großteils entfallen. Nun will die deutsche Regierung durchsetzen, dass auch 2021 Ostergottesdienste nur virtuell stattfinden dürfen. Es ist an der Zeit, dass sich die Bischöfe endlich gegen die Abschaffung unserer christlichen Religion wehren und den Gläubigen den Gottesdienstbesuch an Ostern ermöglichen!

Am 23. März 2021, nur kurz vor der Karwoche, haben Bund und Länder noch härtere Freiheitsbeschränkungen beschlossen, darunter „eine mehrtägige, sehr weitgehende Reduzierung aller Kontakte“ für die Zeit ausgerechnet von Gründonnerstag (1. April) bis Ostermontag (5. April). Gründonnerstag und Karsamstag sollen einmalig als „Ruhetage“ festgelegt werden. In diesem Zeitraum gelte das Prinzip „Wir bleiben zu Hause“. Wörtlich heißt es in dem Regierungsbeschluss: „Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.

In ersten Reaktionen zeigten sich Kirchenvertreter „überrascht“ von dieser „Bitte“ der Regierung, die wohl eher eine knallharte Forderung sein dürfte. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing wird mit den Worten zitiert: „Wir sind überrascht worden. Ostern ist das wichtigste Fest für uns, Gottesdienste sind kein Beiwerk. Zu Weihnachten haben wir gezeigt, wie wir mit Vorsicht Messe feiern können. Darauf wollen wir Ostern nicht verzichten. Wir werden es in die Gespräche einbringen.“ Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erklärte, man werde sich in den angekündigten Gesprächen „zunächst genau erläutern lassen, warum die bewährten Hygieneschutz-Maßnahmen, die alle Landeskirchen für ihre Gottesdienste haben, nun nicht mehr ausreichen sollen“. Anschließend werde man beraten, „wie wir mit der Bitte umgehen“.

Das Ansinnen der deutschen Bundesregierung, Gottesdienste an Ostern zu verbieten, hat mit „Pandemiebekämpfung“ nichts zu tun. Warum nicht einen „harten Lockdown“, wenn er denn wirklich notwendig sein sollte, eine Woche vor oder nach Ostern ansetzen? Nein, hier wird ganz bewusst der Kern unserer christlichen Tradition angegriffen, man will gerade ins Herz der Christenheit stoßen! Wir Christen dürfen uns das nicht gefallen lassen! Man kann selbstverständlich über Hygienekonzepte reden, so wie sie ohnehin bei Gottesdiensten unlängst praktiziert werden. Gottesdienste waren auch in den vergangenen Monaten keine „Superspreader-Events“. Ein generelles Gottesdienstverbot hingegen ist absolut inakzeptabel!

Die Bischöfe müssen das der deutschen Bundesregierung unmissverständlich so klar machen und alles in ihrer Macht stehende tun, um es den Gläubigen zu ermöglichen, an Ostern Gottesdiensten beizuwohnen. Dazu wollen wir mit anbei stehender Petition die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auffordern und den Bischöfen den Rücken gegenüber der Politik stärken. Hier gilt: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29). Bitte unterzeichnen und teilen auch Sie diese dringende Petition zur Verteidigung der Ausübungsfreiheit unserer christlichen Religion.

Herzlichen Dank und vergelt’s Gott!


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