Abtreibungswerbung durch das Bistum Limburg unterbinden!

Update: 22.11.2017: In einer Stellungnahme erklärte der Leiter der Pressestelle des Bistums Limburg, Stephan Schnelle: „Wir haben daraufhin [Anm.: gemeint sind die ersten ca. 350 Email-Petitionen] das PDF von der Seite entfernt. Die Datei muss nun bearbeitet werden. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich um eine Datei und nicht um eine gedruckte Broschüre handelt.“

Schnelle ergänzt: „Es handelt sich hierbei nicht um ein Angebot des Bistums oder der Caritas im Bistum Limburg.“ Mit diesem Satz sagt der gewiefte Pressesprecher allerdings bewusst nur die halbe Wahrheit, um sich aus der Affäre zu stehlen. Tatsächlich hat die Beratungsscheine nicht das Bistum oder die Caritas ausgestellt, sondern das Diakonische Werk Hochtaunus, das Bistum hat dies aber in seiner Broschüre ausdrücklich beworben.


Update 20.11.2017: Das Bistum Limburg hat auf unseren Protest hin die Online-Version der Broschüre „Kontaktadressen für Menschen in Notsituationen“ von seiner Internetseite genommen. Allerdings ist derzeit noch unklar, ob auch die Print-Ausgabe aus dem Verkehr gezogen wurde. Wir dürfen jedenfalls die Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen! Verantwortlich für den Internetauftritt des Bistums Limburg ist Christoph Diringer. Diringer, Mitglied der links-liberalen, pseudo-katholischen „Friedensbewegung Pax Christi“, ist halbtags beim Bistum beschäftigt, hauptberuflich leitet er eine Unternehmensberatung. Es ist offensichtlich, dass der Job Diringers beim Bistum lediglich zu dessen finanziellen Absicherung dient und seine Hauptintention darin besteht, innerhalb der Kirche seine linke, lebensfeindliche Agenda umzusetzen. Wir fordern daher, dass der Fall nun personelle Konsequenzen haben muss und Christoph Diringer aus dem kirchlichen Dienst entfernt wird!


Erst vor kurzem wurde bekannt, dass das Erzbistum Berlin schwangeren Jugendlichen Tipps für eine Abtreibung gibt. Nach einem öffentlichen Proteststurm ruderte das Erzbistum – zumindest vorgeblich – zwar zurück, jedoch handelte es sich dabei offensichtlich keineswegs um einen Einzelfall. Recherchen belegen nämlich, dass das Bistum Limburg unter Bischof Georg Bätzing sogar noch einen Schritt weiter geht und gezielt Werbung für Abtreibung macht.

Auf der Internetpräsenz des Katholischen Bezirksbüros Hochtaunus, das zum Bistum Limburg gehört, findet sich eine BroschüreKontaktadressen für Menschen in Notsituationen“, in der der Caritasverband Hochtaunus seine „Hilfen und Angebote“ bewirbt. Dazu gehören laut der Broschüre (Seite 23): „Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung“ sowie „§219 Beratung mit Ausstellen des Beratungsscheins, der für den Schwangerschaftsabbruch notwendig ist“. Diese Formulierung animiert schwangere Mütter ausdrücklich, sich einen Beratungsschein zu besorgen, um ihr ungeborenes Kind straffrei töten zu können. Zwar geht aus dem Papier nicht eindeutig hervor, ob die Caritas die Beratungsscheine selber ausstellt oder für deren Ausstellung lediglich an die ebenfalls angeführte Diakonie verweist; Herausgeber der Broschüre ist aber in jedem Fall das Bistum Limburg.

Diese Broschüre ist in zweierlei Hinsicht ein Skandal. Zum einen darf die Caritas nach geltendem Kirchenrecht gar keine Beratungsscheine ausstellen, zum anderen stellt in Deutschland die sogenannte „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ eine Straftat gemäß § 219a Absatz 1 Strafgesetzbuch dar: „Wer öffentlich, (…) durch Verbreiten von Schriften eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs (…) anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Aufgrund dessen beschäftigt sich mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit einer Strafanzeige gegen Bischof Dr. Georg Bätzing von Limburg, die Gerhard Woitzik (Bundesvorsitzender der Deutschen Zentrumspartei) gestellt hat.

Der Fall ist auch deswegen so brisant, weil die Abtreibungslobby seit Jahren die Abschaffung von § 219a Strafgesetzbuch fordert und dies nun durch eine neue Bundesregierung in greifbare Nähe rückt. Auf juristischer Ebene streitet beispielsweise die Abtreiberin Kristina Hänel für die Legalisierung von Abtreibungswerbung. Unterstützt das Bistum Limburg mit seiner Broschüre eventuell gezielt diese Bestrebungen?

Um das herauszufinden wenden wir uns mit anbei stehender Petition an Bischof Dr. Georg Bätzing von Limburg und fordern ihn auf, die Broschüre „Kontaktadressen für Menschen in Notsituationen“ unverzüglich von der Internetseite des Erzbistums zu entfernen und auch deren Verbreitung in Papierform sofort einzustellen. Es kann nicht sein, dass gerade die Katholische Kirche, nach deren Kirchenrecht der vorgeburtliche Kindsmord mit der Exkommunikation bestraft wird, sich des Verbrechens der Werbung für Abtreibung schuldig macht. Bitte unterstützen auch Sie diese Forderung für eine Kultur des Lebens in unserem Land!

Vielen Dank im Namen der Ungeborenen!


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